PROJEKTE
IM SCHULJAHR 2002/2003


AGENDA 21
GEMEINSAM LEBEN - BESSER LERNEN
STREITSCHLICHTUNG AM WARNDT-GYMNASIUM
GESUNDES FRÜHSTÜCK
SUCHTPRÄVENTION - EIN INFORMATIONSABEND
BE SMART - DON'T START
BETRIEBSPRAKTIKUM
ENERGIESPARSCHULE
"TODESSTRAFE" - EINE PROJEKTARBEIT DER 8.3
SCIENCE LIVE - AUSTELLUNG UND PRAKTIKUM
DNA AN DIE ANGEL GENOMMEN



AGENDA 21
Von Katharina Schäfer

Während eines Aufenthalts im Schullandheim Oberthal, qualifizieren sich sechs Schüler der Klasse 9.3 sowie der betreuende Lehrer Jörn Buchholz für das Projekt Agenda 21 des Stadtverbands Saarbrücken.
Ziel des Projekts ist es, mit Hilfe der trainierten Jugendlichen Schulen nach den Wünschen der Schüler und gleichzeitig im Kompromiss mit den Vorstellungen der Lehrer positiv zu verändern. Außerdem soll die heutige Generation von Schülern für die nachfolgenden stichhaltige Konzepte für Themen wie Umweltschutz und Schulgestaltung erarbeiten.
1.Tag: Der erste Tag beginnt mit dem gegenseitigen Kennenlernen. Mit der Hilfe von „Atavaren“ (virtuelle stellvertretende Figuren) versucht jeder Teilnehmer seine eigene Stellung innerhalb des Schülerteams zu verdeutlichen. Anschließend erhalten die Jugendlichen Hilfestellungen zur Wahl ihrer Coachs. Der Coach ist eine Person, die im Hintergrund die Stellung hält und die Schüler beratend unterstützt. Obwohl der Workshop-Leiter davon abrät, wählt jede Schülergruppe ihren mitgebrachten Lehrer. Nach der Mittagspause wird in einem sogenannten Open-Space-Verfahren in mehreren Gruppen über nachhaltige Projekte nachgedacht. Die Ergebnisse der einzelnen Gruppen werden in einer Schlussrunde diskutiert und beurteilt. Am Abend wird mit der Gestaltung von teameigenen Wappen die kreative Seite aller Teilnehmer angeregt.
2. Tag: Zu Beginn entscheidet sich nun jede Gruppe für eines der zehn genannten Projekte und berät im Folgenden über die Ziele, die bis zum Abschluss des Unternehmens erreicht werden sollen. In dieser Zeit werden die vier betreuenden Lehrer über ihre Aufgaben und Tätigkeitsbereiche als Coachs aufgeklärt. In einer gemeinsamen Runde stellt jede Gruppe ihre erarbeitete Vision zum gewählten Projekt dar. Damit der Ideenreichtum der Schülergruppen nicht verloren geht, erstellt jede Gruppe ihren Projektplan, um der weiteren Vorgehenswiese ein Konzept zu geben. Da auch ein solides Management eine große Rolle spielt, erhalten die Jugendlichen Unterweisungen in Dingen wie Publikation und dazugehörige Strategie. Nach einer kleinen Stärkung präsentieren die Teams ihre überdachten und verbesserten Projektpläne. Der Tag klingt mit gemeinsamen Spielen und vielen interessanten Gesprächen aus.
3. Tag: Am Vormittag des dritten und letzten Tages, erhalten die Teilnehmer Anregungen, die eine Erfolgskontrolle ermöglichen sollen. Den Coachs werden Lösungen für sich ergebende Konflikte vermittelt. Außerdem werden ihnen Möglichkeiten aufgezeigt, das Potential ihrer Schüler optimal zu koordinieren, soweit es die Selbständigkeit ihrer Gruppen zulässt. Auch die Bedeutung von Evaluation und der konsequenten Projektdokumentation sowie die der Marketingstrategie werden durch die Moderatoren durch ansprechende Beispiele erläutert. Nach dem schmackhaften Mittagessen wird nach einem kurzen Input zum Projektstart ein Workshop-Feedback durchgeführt, das besonders auf Kommunikation ausgerichtet ist.
Das Wochenende war nach Meinung aller 20 anwesenden Schüler und der sechs Aufsichtspersonen sehr interessant und amüsant. Alles in allem ein gelungener Auftakt für perspektivenreiche Projekte und selbstbewusste Schüler.
Trainer und Moderatoren: Richard Häusler; Magdolna Schadt; Horst Cürette (Assistenz); Elisabeth Becker; Otmar Wagner.
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GEMEINSAM LEBEN - BESSER LERNEN
Von Wolfgang Irsch

Unter diesem Motto arbeitet seit zwei Jahren der Arbeitskreis Schulentwicklung am Warndt-Gymnasium an der Erstellung eines Schulprogrammes mit dem Ziel, sich als Schule den Veränderungen der Lebensumstände und den gesellschaftlichen Bedingungen pädagogischen Handelns zu stellen.
Der Arbeitskreis setzt sich aus Lehrern, Schülern und Eltern zusammen, die auf freiwilliger Basis unterschiedliche Projekte entwickeln und realisieren.
Als man sich im Oktober 2001 zur ersten Sitzung traf, war man sich bewusst, dass auch die eigene Schule auf die gesellschaftlichen Veränderungen reagieren müsse. Langfristiges und nachhaltiges Ziel ist ein gutes Schulklima. Neben unterrichtsbezogenen Qualitätsverbesserungen wird die Stärkung von sozialen Kompetenzen angestrebt, um Schülern und Lehrern das Lernen und Lehren an unserer Schule zu erleichtern.
Das Schulprogramm gliedert sich derzeit in vier Schwerpunkte (Profile), in denen die verantwortlichen Leiter geeignete Maßnahmen bzw. Projekte planen und durchführen. Als Beispiele seien genannt: die Spendenaktionen, das Projekt "Gesundes Frühstück", die Kampagne gegen das Rauchen, die Verschönerung der Schule durch Blumenschmuck und der Erfolg beim Wettbewerb "Energiesparen", der unserer Schule den stattlichen Betrag von 1700 € einbrachte.
Das Schulprogramm kann ohne die Mithilfe aller am Schulleben Beteiligten nicht realisiert werden. Daher hat der Arbeitskreis im Konsens mit den übrigen Lehrern einen Kooperationsvertrag zwischen Schule und Elternhaus entwickelt, der im Schuljahr 2003/04 erstmals mit den Eltern der Fünftklässler geschlossen wird.
Das Identitätsgefühl für den Lebensort Schule, das sich möglicherweise aus der Arbeit mit dem Schulprogramm entwickelt, könnte im Kollegium zu einer größeren Berufszufriedenheit führen, da jeder nun die Möglichkeit hat, seine individuellen Stärken in den Gesamtprozess einzubringen. Die Einbindung der Schülerinnen und Schüler und der Eltern in den Entwicklungsprozess trägt außerdem zu einer größeren Transparenz bei, wie das gemeinsame Arbeiten und Lernen in der Schule abläuft und was für Schüler über den unterrichtlichen Rahmen hinaus angeboten wird, so dass die Schule zu einem Lebensraum wird, in dem alle zufrieden sind.
Gegenwärtig arbeiten im Arbeitskreis Schulentwicklung mit: die Lehrer Jörn Buchholz, Klaus Fromm, Stefan Hauter, Jürgen Heins, Wolfgang Irsch und Elmar Schäfer, die Schülerinnen Katharina Hausinger und Lisa Summkeller und die Elternsprecherin Martina Pantelmann.

Tätigkeitsbereiche:
Wolfgang Irsch: Gesunde Ernährung, Bewegung, Entspannung
Elmar Schäfer: Suchtprävention, Suchtentwöhnung
Jörn Buchholz: Gewaltprävention, Konfliktlösung
Klaus Fromm: Energiesparen, Umweltschutz

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STREITSCHLICHTUNG AM WARNDT-GYMNASIUM

Zu Streitschlichtern ausgebildete Schüler (Peer-Mediatoren) helfen anderen Schülern, ihre Konflikte so zu lösen, dass alle Konfliktparteien zufrieden sein können.
Die Beteiligten kommen nach einer unversöhnlichen Auseinandersetzung freiwillig im Elternsprechzimmer zusammen, wo die gleichaltrigen Mediatoren als unbeteiligte Dritte ein Gespräch mit ihnen führen. Dabei wird von den Streitschlichtern Vertraulichkeit und Neutralität erwartet, die Streitgegner müssen sich an vereinbarte Gesprächsregeln halten.
Gemeinsam wird nach einer Lösung für den Konflikt gesucht, die beide Seiten zufrieden stellt und von allen als fair empfunden wird, so dass die gefundene Vereinbarung hinterher auch eingehalten wird.
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GESUNDES FRÜHSTüCK
Von Sandra Berndt ( Klasse 5.2 )

Wir haben im Fach Biologie viel über gesunde Ernährung geredet und lernten dabei, dass eine gesunde Ernährung sehr wichtig ist. Dazu sahen wir uns noch einen Film über gesunde Ernährung an.
In meiner Klasse, der 5/2, war auch eine Leistungssportlerin, Anke Steffen, die in unserer Schule die 13. Klasse besucht, zu Gast, Sie hat uns erzählt, welche Lebensmittel sie isst, das sie nur manchmal etwas Süßes naschen darf und wie viel sie trainiert. Jede Frage hat sie uns beantwortet und dabei habe ich erfahren, dass sie meistens sehr früh zu Bett geht.
Dann haben wir am 29.11.20002 ein gesundes Frühstück veranstaltet, bei dem uns auch zwei Mütter von Mitschülern halfen. Es gab viele gesunde Sachen zu essen und zu trinken: zum Beispiel Paprika, Gurke, Milch, Saft, Körnerbrot, Trauben, Bananen, Karottensaft, Müsli und Früchtequark.
Es hat sehr viel Spass gemacht und ich probierte auch Körner, die ich normalerweise zu Hause nicht esse.

Das Schulfrühstück fand auch parallel für die Klassen 5/1 und 5/3 statt.
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SUCHTPRÄVENTION - EIN INFORMATIONSABEND
Von Ursula Wiegand

Am Dienstag, dem 24. September 2002, waren Eltern, Lehrer und Schüler der Klasse 6.1 zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Drogen eingeladen.
Außer der Veranstaltungsleiterin Frau Mohra vom Drogenberatungszentrum Saarbrücken und Herrn Buchholz als Klassenlehrer hatten auch Frau Pauly, Frau Seidler und Frau Fieguth sowie zehn Mütter bzw. Väter und zehn Kinder den Weg in den KombiSaal gefunden. So entstand eine gut gemischte und überschaubare Gruppe, die gespannt der Dinge harrte, die da kommen sollten. Rollenspiele waren auf der Einladung angekündigt – nicht unbedingt jedermanns Sache – weiß man doch nie, inwieweit der Einzelne dabei gefordert wird. Doch alle Bedenken waren unbegründet.
Unter der kompetenten Anleitung von Frau Mohra erfuhren wir im Laufe des Abends viel Wissenswertes über die verschiedensten Arten von Sucht und Abhängigkeit, über Ursachen und Prävention und auch dank der Rollenspiele über uns selbst.
Diese entpuppten sich nämlich als interaktive Gruppenspiele, in denen es darum ging, sich eine Meinung zu bestimmten Thesen zu bilden und im wahrsten Sinne des Wortes auch zu dieser Meinung zu stehen. Hierbei musste jeder Teilnehmer sich entweder für oder gegen die These entscheiden und wer wollte, konnte seine Entscheidung begründen. So lautete eine der Thesen z.B.: Jemand, der jeden Abend eine Flasche Bier trinkt, ist bereits abhängig. Wichtig dabei war letztlich nicht, welchen der beiden Standpunkte man einnahm, sondern dass man sich für einen entschied.
Auf diese spielerische Art und Weise entstand schnell ein reger Austausch von Meinungen und Argumenten. Phasen der Langeweile oder Müdigkeit, wie sie manchmal bei reinen Vorträgen entstehen, konnten so erst gar nicht aufkommen.
Es war nicht immer ganz einfach, sich eindeutig für oder gegen etwas zu entscheiden, und so manches Mal hätte man sich eine dritte Wahlmöglichkeit gewünscht. Doch wenn es um Sucht geht, gibt es ja auch nur ein Ja oder ein Nein – ein bisschen süchtig gibt es eben nicht. Und die Erfahrung, plötzlich allein oder nur mit wenigen Gleichgesinnten einer erheblich größeren Gruppe gegenüberzustehen, ließ uns erahnen, was Gruppendruck bedeutet.
Wenn das nun schon für Erwachsene nicht leicht ist, wie viel schwerer muss es für unsere Kinder sein, sich diesem Zwang entgegenzustellen und seine Meinung zu sagen, auch wenn man damit alleine steht. Die Kinder haben diese Aufgabe erstaunlich gut gemeistert. Mit großem Ernst und Eifer wurde argumentiert, widersprochen und diskutiert und mancher hat seinen Sprössling wohl von einer ganz neuen Seite kennen gelernt.
Zum Ausklang des Abends bildete Frau Mohra mit den Kindern einen Gesprächskreis zu dem Thema Werde ich später einmal trinken oder rauchen?. Dabei bekamen die Erwachsenen einige recht interessante Antworten zu hören, durften sich aber nicht beteiligen, denn ihre Aufgabe war das Zuhören, das Wichtigste, wenn man sein Gegenüber wirklich verstehen möchte, was aber leider in Gesprächen oft zu kurz kommt. Anschließend tauschten wir die Rollen, die Erwachsenen konnten sich zu Wort melden und die Kinder hörten zu.
An diesem Abend konnten wir alle eine Menge lernen, vor allem aber dies: wenn wir wollen, dass aus unseren Kindern starke Kinder und irgendwann ebensolche Erwachsene werden, brauchen sie Selbstbewusstsein, Rückgrat, Kritikfähigkeit und eine gute Portion Mut.
Unsere Aufgabe, die der Eltern und auch der Lehrer ist es, ihnen dabei zu helfen und sie zu unterstützen: einesteils, indem wir ihnen gute Vorbilder sind, anderenteils, indem wir ihnen zuhören, mit ihnen reden und diskutieren, auch über zugegebenermaßen manchmal unangenehme Dinge.
Dieser Aktionsabend in der Schule war sicherlich ein guter Schritt hin zu diesem Ziel, und es bleibt zu hoffen, dass es keine Einzelaktion bleibt.
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BE SMART - DON'T START
Von Susanne Thiel

Die irische Republik streitet. Umweltminister Cullin fühlt nach eigenem Bekunden eher deutsch und lehnt es ab, amerikanische political correctness in Form eines Rauchverbotes in Gaststätten, Restaurants und Hotels einzuführen. Es ist erstaunlich, dass die Iren überhaupt noch rauchen, denn das Päckchen Zigaretten kostet beinahe sechs Euro. Zudem zieren plakativ-abschreckende Antiraucherslogans (z.B. Smoking can cause a slow and painful death) die Zigarettenschachteln. Wieso dennoch unzählige leergerauchte Schachteln den irischen Straßenrand säumen? Es ist offensichtlich keiner der Slogans so zutreffend wie der, der vor der großen Gefahr der schnellen Abhängigkeit warnt und den Tipp gibt, mit dem Rauchen erst gar nicht anzufangen: Smoking is highly addictive, don't start.
Genau da setzt auch der internationale Nichtraucherwettbewerb Be Smart - Don't Start des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung, Kiel, sowie der Kultusminister der Bundesländer an. Ziel dieses Wettbewerbs ist es, die Schüler darin zu bestärken, nicht mit dem Rauchen zu beginnen. Schüler, die sich in einer "Experimentierphase" befinden, sollen nicht zu regelmäßigen Rauchern werden. Unterschiedliche Studien ergaben, dass regelmäßig rauchende Erwachsene bereits im frühen Jugendalter mit dem Rauchen begonnen hatten. Daher ist es sinnvoll, Schülern ab der 6. Klasse die negativen Folgen dieser Sucht zu verdeutlichen.
Die Klasse 8.3, damals noch 7.3, entschloss sich, an diesem Wettbewerb teilzunehmen. Mit ihrer Unterschrift unter den Klassenvertrag verpflichteten sich die Schülerinnen und Schüler für die Dauer des Wettbewerbs (November 2002 bis April 2003) nicht zu rauchen. Einmal wöchentlich mussten die Mädchen und Jungen die Frage danach beantworten, ob sie sich an das Versprechen gehalten und tatsächlich nicht geraucht hatten, jede rauchfreie Woche wurde mit einer Rauchfrei-Sonne für den Klassenvertrag belohnt. Mindestens 90 % der Schülerinnen und Schüler einer Klasse mussten rauchfrei bleiben.
Der Wettbewerb endete mit der Verlosung mehrerer Preise, unter anderem einer Reise nach Brüssel. Zwar wurde keine der teilnehmenden Klassen des Warndt-Gymnasiums vom Los begünstigt, die unterschiedlichen Preise fielen anderen Schulklassen zu, dennoch sind unsere Jugendlichen nicht leer ausgegangen: Die mit einer Fülle an Materialien ausgestattete Begleit-CD lieferte zahlreiche beeindruckende Fakten und Zahlen, die zudem meist auf unterhaltsame Art (z.B. als Quiz oder Klassenspiel) dargeboten wurden. Natürlich wurde auf die hohe gesundheitliche Belastung durch das Rauchen und das Passivrauchen hingewiesen. Schockiert hat die Schüler, dass etwa alle acht Sekunden ein Mensch an einer durch Tabak verursachten Krankheit stirbt. Statistisch gesehen bedeutet das Rauchen einer Stange Zigaretten den Verlust von 1,5 Tagen Lebenszeit; viele schöne Aktivitäten konnten die Jugendlichen nennen, mit denen man diese 36 Stunden anfüllen könnte - beispielsweise einmal um die Welt fliegen. Außerdem wurden die Praktiken der Tabakindustrie aufgezeigt, die z.B. noch immer die süchtigmachende Wirkung ihrer Produkte leugnet.
Insgesamt haben die Materialien den Jugendlichen viele überzeugende Gegenargumente an die Hand gegeben, sollten sie eine Zigarettenofferte ausschlagen müssen. Durch die Stärkung des Nichtraucherimages soll Gruppendruck im positiven Sinne entstehen: "Cool" ist der Nichtraucher, der sich nicht von Werbung und Gleichaltrigen manipulieren lässt, ganz schön alt sehen dagegen diejenigen aus, die sich und anderen durch ihren Zigarettenkonsum Schaden zufügen!
Zudem erhielten alle erfolgreichen Klassen ein Klassenzertifikat, das, gut sichtbar im Klassenzimmer hängend, die Schüler stets genau daran erinnern soll:
Smoking is highly addictive,don‘t start
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BETRIEBSPRAKTIKUM
SCHÜLERINNEN BERICHTEN ÜBER IHRE ERFAHRUNGEN


- Am Saarländischen Staatstheater
- Im Gemeindekindergarten Naßweiler


Am Saarländischen Staatstheater
Ein Bericht von Anna Frey


Mein Betriebspraktikum in der Zeit vom 10. bis 22. Juni 2002 habe ich im saarländischen Staatstheater absolviert. Ich erhoffte mir dort einen Einblick in möglichst viele, unterschiedliche Berufe zu erhalten.
Arbeitsbeginn war um 8 Uhr, Feierabend für die Praktikanten bereits um 15 Uhr. Ich benutzte Bus und Saarbahn, um zu meinem Arbeitsplatz zu gelangen und musste 60 Minuten für eine Fahrt und Fahrtkosten von insgesamt 22 Euro pro Woche in Kauf nehmen. Arbeitskleidung musste ich selbst mitbringen, eine Umkleidekabine mit verschließbaren Schränken war vorhanden. Die Frühstückspause von 9 Uhr bis 9 Uhr 15, sowie die Mittagspause von 12 Uhr bis 12 Uhr 30 verbrachten alle Mitarbeiter einer Abteilung in einem Aufenthaltsraum. Bei schönem Wetter wurde auch oft draußen gegessen. Als Stühle dienten dann Styropor- Quader. Die Aufgabe des Malsaals, in dem ich die meiste Zeit verbrachte, ist es, in Zusammenarbeit mit der benachbarten Schreinerei und Schlosserei, Bühnenbilder für die Theaterstücke der saarländischen Staatstheater GmbH herzustellen. Die Materialien, wie Klebstoffe, Holz, Styropor, Farbpigmente usw. werden von ortsansässigen Firmen bezogen und größtenteils von Hand be- und verarbeitet. Die wenigen Maschinen , die benutzt werden, sind Bandsägen, Schwingschleifer, Bohrmaschinen und Luftdrucktacker. Die Bedienung solcher Geräte ist Praktikanten allerdings strengstens untersagt. Auch alle anderen Mitarbeiter sind in bestimmten Situationen zum Tragen von Helmen oder Atemschutzmasken verpflichtet. Im gesamten Gebäude herrscht Rauchverbot und an allen nötigen Stellen sind Feuerlöscher vorhanden.
Die Kalkulation für die Ausgaben der Werkstätten wird den Abteilungsvorständen überlassen. Im Theater spielen sowohl Team- als auch Einzelarbeit eine wichtige Rolle, da es einige Projekte gibt, die gar nicht von Einzelnen bewältigt werden können. So malten während meiner Praktikumszeit vier Personen gleichzeitig an einer Leinwand mit einer Fläche von 600 qm. Besonders fasziniert hat mich die Berufsvielfalt an einem Theater. Denn Schlosser, Schreiner, Dekorateur, Theatermaler, Beleuchter, Schauspieler, Tänzer, Sänger, Musiker, Tontechniker, Plastiker, Verwaltungsangestellte, LKW-Fahrer, Reinigungsteam und Elektriker bilden nur einen Bruchteil der Angestellten. Aus diesem Grund spielt auch am Staatstheater der Betriebsrat eine wichtige Rolle. Er hat eine vermittelnde Funktion zwischen Betriebsleiter und Arbeitnehmer und vertritt so die Interessen der Mitarbeiter. Er wird vom gesamten Betrieb alle vier Jahre gewählt und besteht aus Vertretern der einzelnen Abteilungen.
Gegründet wurde das saarländische Staatstheater 1936. Zweigstellen sind heute "Theater St. Arnual" und "Die alte Feuerwache". Die Bühne im Haupttheater ist so groß, dass der ganze Publikumsraum, welcher 800 Menschen fasst, darin Platz hätte. Die Bühnenbilder, die der Malsaal herstellt, werden auch ausschließlich für diese Theater gebaut. Ist die Spielzeit nach 22 Stücken pro Jahr zu Ende, werden diese Kulissen nicht mehr gebraucht und auseinandergenommen. Das Rohmaterial (also Holz usw.)wird wiederverwertet, alles andere entsorgt. Anders verfährt man mit den Kostümen und Requisiten. Sie werden im Theater selbst gelagert und tauchen in den unterschiedlichsten Stücken immer wieder auf. Bei einer privaten Führung durchs Theater durfte ich diese Lagerräume besuchen, in denen sich alte Schuhe, Koffer oder auch Stühle stapeln. Solche Requisiten erhält das Theater durch gezielte Inserate in Zeitungen, oder durch Flohmarktbesuche. Auch durch Kostüme von Stücken, die noch gespielt werden, durften wir Praktikantinne uns wühlen. Bei diesem Besuch wurde uns auch der Seilboden 12 m über der Bühne und die Hydraulik, die für das Herabsenken der Bühne verantwortlich ist, gezeigt. Bei diesem Besuch erfuhr ich ebenfalls, dass das Staatstheater einen eigenen Waffenbauer besitzt, der Schwerter, Gewehre oder Revolver für die verschiedensten Aufführungen herstellen kann. Auch die Probesäle für Schauspieler, Tänzer und Orchester bekam ich kurz zu Gesicht. Obwohl die Maskenbilder eigentlich hauptsächlich vor den Aufführungen am Abend arbeiten, hatte ich Glück und konnte bei einer Maskenprobe zuschauen. Dieser Blick hinter die Kulissen war für mich wirklich sehr interessant.
Die Arbeit im Malsaal bestand darin, Schablonen anzufertigen und den Theatermalern zur Hand zu gehen. Auch in der Schreinerei wurde oft nach unserer Hilfe zum Bretterschleppen gefragt und in der Plastik durften wir Luftschlitze in Masken bohren. Die Dekorationsabteilung im gleichen Gebäude habe ich ebenfalls besucht. Da ich mein Praktikum kurz vor Ende der Spielzeit ablegt habe, gab es leider nicht mehr so viel zu tun. So durfte ich mir so viele Farben aussuchen, wie ich wollte und Bilder auf selbstbespannte Holzrahmen malen. Die Freundlichkeit der Mitarbeiter hat mich sehr überrascht. Die Schreinerei war des öfteren gerne dazu bereit Holzrahmen anzufertigen und auch die Theatermaler stellten uns gerne ihre sämtlichen Pinsel zur Verfügung. In diesem Juni wurde hauptsächlich an den Kulissen für "Wilhelm Tell", "Der Maskenball" und "Irma Vep" gearbeitet, die alle Ende des laufenden Jahres starten.
Mir hat dieses Praktikum wirklich sehr gut gefallen. Das Arbeitsklima war sehr locker. Es war beispielsweise selbstverständlich, dass sich die Mitarbeiter mit den Vornamen anreden. Alle Angestellten waren sehr nett und für jeden Spaß zu haben. Trotzdem habe ich in diesen Wochen viel Neues erfahren und so kann ich diese Praktikumstelle wirklich nur jedem weiterempfehlen.
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Im Gemeindekindergarten Naßweiler
Ein Bericht von Sara Schneider


In der Zeit vom 10. bis 22. Juni 2002 habe ich im Gemeindekindergarten Naßweiler mein Betriebspraktikum, das für alle Schüler der Klassenstufe 9 angeboten wird, absolviert. Da ich selbst diesen Kindergarten besucht hatte und mir der Umgang mit Kindern immer schon Spaß gemacht hat, habe ich mir diese Praktikumsstelle ausgesucht.
Der Gemeindekindergarten Naßweiler besteht seit 1979. Er beschäftigt sechs Mitarbeiter: einen Hausmeister und fünf Erzieherinnen. Da der Kindergarten sehr grenznah liegt, ist er zweisprachig. Deshalb ist unter den Erzieherinnen auch eine Französin, welche die Kinder schon sehr früh mit der französischen Sprache und der französischen Kultur vertraut machen soll. Die tägliche Arbeitszeit der Mitarbeiter beträgt sechs Stunden, von 7.15 Uhr bis 13.15 Uhr. In dieser Zeit werden 60 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren betreut. Der Kindergarten verfügt über einen Aufenthaltsraum für die Erzieherinnen, ein Büro der Leiterin, zwei Waschräume mit Toiletten und drei Gruppenräume für die Kinder. In den Pausen und kurz vor Kindergartenende konnten sich die Kinder auf dem kindergarteneigenen Spielplatz austoben, was ihnen sichtlich Spaß machte.
Während meines Praktikums habe ich mit allen Erzieherinnen direkt zusammengearbeitet, da ich in allen Gruppen abwechselnd tätig war, was es mir ermöglichte, alle Kinder kennenzulernen.
Mein täglicher Arbeitstag hat um 7.15 Uhr begonnen, indem ich mich mit den Erzieherinnen im Aufenthaltsraum traf und dort mit ihnen gemeinsam alles für den Tag vorbereitete (z.B. Geschirr für die Kinder in den jeweiligen Gruppenräumen bereitstellen). Gegen 8.30 Uhr traf täglich der Bus ein, der die Kinder von Karlsbrunn und St. Nikolaus in den Gemeindekindergarten Naßweiler beförderte. Mit dem Eintreffen des Busses machte auch ich mich auf den Weg in die jeweilige Gruppe, wo ich mit den Kindern malte, bastelte, spielte und frühstückte. Gegen 11.00 Uhr wurde dann gemeinsam aufgeräumt und je nach Wetterlage durften die Kinder sich dann bis zum Eintreffen des Busses gegen 12.15 Uhr auf dem Spielplatz austoben.
Der Kindergarten bietet für berufstätige Eltern die Möglichkeit, ihre Kinder bis 13.15 Uhr zu betreuen. Von dieser Möglichkeit machten die Eltern gerne Gebrauch.
Für die Schulanfänger gab es ein besonderes Programm, an dem ich jedoch nur teilweise teilnahm. Unter anderem wurde eine Exkursion zu den Pompiers nach Freyming-Merlebach durchgeführt. An meinem letzten Praktikumstag haben wir mit den Schulanfängern eine Wanderung durch den Warndtwald nach Ludweiler mit Übernachtung und Heimwanderung unternommen, an der ich als weitere Aufsichtsperson (insgesamt sechs!) teilnehmen durfte. Dies war ein sehr schöner Ausklang des Praktikums.
Aufgrund meiner ständigen Beschäftigung mit den Kindern war ein Arbeitstag schnell vorüber, so dass mir meine 14-tägige Praktikumszeit sehr kurz vorkam.
Durch gezielte Fragen an die Mitarbeiter erhielt ich Informationen über die Ausbildung zur Erzieherin, die insgesamt vier Jahre dauert. Voraussetzung für die Ausbildung ist die Mittlere Reife in Zusammenhang mit dem Besuch der Fachoberschule oder einem einjährigen Vorpraktikum. Besonderen Wert wird bei der Ausbildung auf die Fächer Soziologie, Psychologie, Methodik und Didaktik gelegt.
Mit meinem Praktikum im Gemeindekindergarten Naßweiler wollte ich einen kleinen Einblick in das Berufsbild einer Erzieherin erhalten und in die Tätigkeiten des täglichen Berufslebens eingebunden werden. Diese Erwartungen wurden in diesen 14 Tagen auch voll erfüllt. Allerdings könnte ich mir nicht vorstellen, diesen Beruf ein Leben lang auszuüben, da die Kinder auf Dauer sehr anstrengend werden können.
Trotzdem kann ich den Gemeindekindergarten Naßweiler mit gutem Gewissen als Praktikumsstelle weiterempfehlen.
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ENERGIESPARSCHULE
Von Klaus Fromm

Der Stadtverband Saarbrücken möchte als Schulträger vieler Schulen Einsparungen bei den Kosten für Wasser, Strom und Heizenergie erreichen und machte daher den Schulen im Sommer des Jahres 2001 folgenden Vorschlag:
Die Schulen werden mit 40% an den Kosteneinsparungen beteiligt, die durch verhaltensbedingte Minderverbräuche erreicht werden. Das Warndt-Gymnasium erklärte sich zur Teilnahme bereit und wurde im Oktober 2001 zusammen mit neun anderen Schulen Energiesparschule.
Seit Oktober 2001 bis heute sind verschiedene Maßnahmen eingeleitet worden:
Die Beleuchtungsanlagen in Fluren und Klassenräumen wurde zum Teil erneuert; es wurden ausschließlich Energiesparlampen neuester Bauart installiert.
In den Fluren wurde die Anzahl der Leuchtstoffröhren für die Beleuchtung reduziert.
Plakate in Fluren und Klassenräumen geben Hinweise zum sinnvollen Umgang mit Energie.
Wir wollen jetzt, insbesondere im Herbst und Winter, die Anstrengungen zur Energieeinsparung verstärken.
Beleuchtung: Licht aus, wenn in einem Raum kein Unterricht stattfindet. Nicht alle Leuchtstoffröhren einschalten, wenn es durch Tageslicht hell genug ist.
Lüften: Wenn erforderlich, Fenster kurzzeitig weit öffnen; dies ist besser als eine geringe Dauerbelüftung. Fenster schließen,wenn in einem Raum kein Unterricht stattfindet.
Heizen: Flur-Temperaturen absenken. Kontrolle der Raum-Temperaturen. Diese werden automatisch geregelt. Wenn Räume zu stark oder zu schwach geheizt werden, muss der Hausmeister informiert werden.

Erfolg bei der Energiesparprämie
In dem Programm "Energiesparprämie" des Stadtverbandes Saarbrücken,an dem zehn Schulen teilnehmen, konnte das Warndt-Gymnasium im ersten Jahr den ersten Platz belegen.
Durch die Einsparungen von ca 15% in den Bereichen Heizenergie, elektrische Energie und Wasser,konnte dem Warndt-Gymnasium am 15.07.03 für das abgelaufene Jahr eine Gesamtprämie von 4.268,63 EURO zugesprochen werden.
Dies ist ein hervorragendes Ergebnis und es soll zugleich Ansporn sein,auch in den beiden Folgejahren des Programms wieder erfolgreich mitzumachen.
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"TODESSTRAFE"
EINE PROJEKTARBEIT DER 8.3

Von Christine Löffler und Schüler(inne)n der 8.3

Im Rahmen des Schulfestes präsentierte die Klasse 8.3 einen Teil der Arbeit und die Ergebnisse der Straßenumfrage zum Thema Todesstrafe. Die Reaktionen waren sehr unterschiedlich, wobei sich eine große Mehrheit positiv dazu äußerte, sich mit dem Thema intensiv und kontrovers auseinanderzusetzen. Es tauchte aber häufig die Frage auf, wie dieses Projekt zustande kam und in welchem Rahmen und Fach es angesiedelt ist.
Schwerpunkte der Klassenstufe 8 im Fach Deutsch sind unter anderem Erörterung und Diskussion. Referate als Form der Information sind ebenso im Lehrplan genannt, und selbständiges Arbeiten soll gefördert werden. Es bietet sich also die Möglichkeit der Vernetzung und die Verfolgung unterschiedlicher Ziele anhand eines Themas an. Fächerübergreifend gibt es im Fach Sozialkunde unterschiedliche Begründungen für den Ansatz und ein solches Thema. Wichtig für Schülerinnen und Schüler ist vor allen Dingen, dass sie feststellen, dass Informationen zu differenzierten Urteilen führen, die dann auch in einer Diskussion erneut hinterfragt und gegebenenfalls revidiert werden können oder müssen.
Insbesondere hat der Klasse die Straßenumfrage in Saarbrücken gefallen. Fremde Menschen auf der Straße anzusprechen und sie zu überzeugen, an einer Umfrage teilzunehmen, war eine besondere Erfahrung. Die Ergebnisse der Umfrage haben Schülerinnen und Schüler, aber auch die Besucher des Schulfestes teilweise sehr überrascht. Das große Interesse an der Präsentation und die Bereitschaft vieler, einen Kommentar als Rückmeldung zu formulieren, hat die Klasse sehr gefreut. Deren Lektüre war ein guter Schlusspunkt für das Projekt.
Eine Zusammenfassung aus Beiträgen der Klasse für die Präsentation verdeutlicht den Ablauf des Projekts und einen Teil der Ergebnisse:
Mit Mehrheit entschlossen wir uns, dass das Thema für einen projektorientierten Unterricht Die Todesstrafe sein sollte. Jeder Schüler musste ein Referat zu einem Spezialthema halten. Die Vorbereitungszeit hierfür dauerte von Dezember bis Januar, wobei in dieser Zeit auch viele Informationen, zusätzlich zu den vorliegenden Materialien, aus dem Internet zusammengestellt wurden. Durch die verschiedenen Referatsthemen haben wir einen guten überblick über die Gesamtproblematik gewonnen. Bei der Abschlussdiskussion herrschte Einigkeit darüber, dass in den USA Schwarze und andere Minderheitsangehörige häufiger zum Tode verurteilt werden (vergleicht man ihren Anteil unter den Tätern und an der Gesamtbevölkerung). Gerade diese Gruppe hat meist Pflichtverteidiger und häufig stellt sich bei näherer Betrachtung heraus, dass es zu Fehlurteilen kommt – ein Teil der Betroffenen ist bereits hingerichtet. Die erneute Untersuchung solcher Fälle wird zum Teil aus reinem Interesse von Studenten betrieben oder auch von bekannten Anwaltskanzeleien, die umsonst einen solchen "hoffnungslosen" Fall übernehmen.
Besonders pervers kam uns vor, dass Verurteilte für die Hinrichtung körperlich topfit sein müssen und sie daher zum Teil aufwendig gepflegt werden, um dann im "optimalen" Zustand hingerichtet werden zu können. Bestimmte Hinrichtungsarten (z.B. Steinigungen) und auch viele Einzelfälle (z.B. Prozesse zur Zeit der Hexenverfolgung, Hinrichtungen von Jugendlichen und Geisteskranken und Todesurteile ohne rechtsstaatliche Prozesse) lösten völlige Fassungslosigkeit aus.
Gerade aber auch der große Teil der Fehlurteile, die heute noch gefällt werden, hat alle entsetzt, vor allem da nichts rückgängig gemacht werden kann. Feststellbar war bei allen, dass nach Abschluss der Referate in der Diskussionsrunde viel differenzierter geurteilt wurde als zuvor und sich bei fast allen die Einstellung geändert hat. Es gibt keinen Schüler und keine Schülerin der Klasse 8.3, der/die vorbehaltslos die Todesstrafe für gerechtfertigt hält.
Wir stellten fest, dass sich die wenigsten Menschen mit dem Thema intensiv auseinandersetzen und es aber sehr interessant und lehrreich ist, sich mit dem Thema zu beschäftigen.
Auch in den Medien wird nach Ansicht vieler Schüler nicht ausreichend über Probleme im Zusammenhang mit der Todesstrafe informiert. Dies dürfte eine Ursache für den schnellen Ruf nach der Todesstrafe im Zusammenhang mit einigen Verbrechen sein.
Auch aus diesem Grund haben wir uns für die Fortsetzung unserer Arbeit als Projekt mit der Präsentation am Schulfest entschieden. Wir wollten andere Menschen über das Thema informieren und zum Nachdenken und Diskutieren anregen.
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SCIENCE LIVE - AUSTELLUNG UND PRAKTIKUM
Von Bernd Schneider

Auch in diesem Jahr fand wieder ein Praktikum für Gentechnologie für die 13 er des LK Bio statt - diesmal jedoch nicht im Science-Live-Mobil, das inzwischen umgerüstet wurde und ab dem nächsten Jahr als fahrbares Chemie-Labor dient, sondern in unserem Chemiesaal.
Die Schüler lernten in relativ einfachen Versuchen grundlegende Arbeitsweisen der Gentechnologie kennen und hatten somit die Möglichkeit, über die (graue) Theorie des Unterrichts hinaus das Erlernte in praktischer Anwendung zu erleben. Plasmide, kleine ringförmige DNA-Moleküle (Anm.: DNA = Desoxi-ribonucleinsäure, die Erbsubstanz, die in allen Zellen enthalten ist und in der die Informationen für alle Körpermerkmale codiert vorliegen), die eigentlichen Werkzeuge der Gentechnologen, wurden in einer ersten Versuchsreihe aus Bakterien isoliert. Dann wurden mit Hilfe der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) geringste Mengen von DNA vervielfältigt - ein Verfahren, das heute in der Kriminalistik eine große Rolle spielt, wenn geringste Menge DNA von einem Täter am Tatort zurückgelassen wurden. Mit Hilfe der PCR kann man diese dann zu einer identifizierbaren Menge vervielfältigen.
Das nächste Experiment, die Gel-Elektrophorese, diente dann dazu, die gewonnene DNA im elektrischen Feld wandern zu lassen. Dieses Verfahren wendet man an, um z.B. einen genauen genetischen Fingerabdruck zu erhalten (z.B. zum Vergleich der Täter - DNA mit der DNA Verdächtiger).
Im letzten Versuch wurde dann noch DNA aus einer Frucht, hier einer Tomate, isoliert, und zwar in einer solchen Menge, dass sie makroskopisch sichbar war.
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DNA AN DIE ANGEL GENOMMEN
Von Katharina Hausinger

Wie sieht die Erbsubstanz DNA eigentlich aus? Wie und woraus kann man sie gewinnen?
Mit diesen Fragen machten sich interessierte Schüler der Klasse 11.1 mit Frau Lux auf den Weg zur Universität des Saarlandes, um diesen mikroskopisch kleinen Geheimnissen auf die Spur zu kommen.
Zunächst jedoch sollten wir erfahren, wie die DNA aufgebaut und wofür sie verantwortlich ist. Damit wir nicht unkontrolliert und nach Lust und Laune irgendetwas zusammenmischten, in der Hoffnung, DNA zu finden (obwohl niemand von uns zu diesem Zeitpunkt irgendeine Ahnung hatte, wie diese überhaupt aussieht), wurden unsere Experimentierversuche von einem Uni-Team bewacht und unterstützt. Mit einem Arbeitsblatt ausgerüstet und mit weißen Kitteln bestückt, wagten wir uns an die Auflösung all unserer Fragen. Jede Zweiergruppe bekam ein Bratapfelstück, aus dem die DNA zu eliminieren war (so wie diese Stücke aussahen, kam man auch nicht in Versuchung, sein Experimentiermaterial zu verzehren). Schwierig war es jedoch, in einem solchen Labor seine Fragen zu bestimmten Geräten zurückzuhalten, sodass sich während der Arbeitsschritte Gespräche zwischen den Professoren und den Schülern entwickelten. Nicht nur in einem Fall verleitete dies dazu, sein Bratapfelgemisch länger als die vorgeschriebene Zeit im Eis stehen zu lassen oder länger durchzumischen als geplant.
Ein Arbeitsschritt erwies sich als echte Herausforderung für alle Anwesenden: Wie schafft man es, dass der Kaffeefilter nicht reißt, wenn man diese seltsame nasse Pampe (bei der sich immer noch niemand vorstellen konnte, dass darin DNA enthalten sein sollte, die man irgendwie sichtbar zu machen hatte) in diesen hineinschüttet und filtriert, ohne dass die Gesetze der Schwerkraft Überhand gewinnen konnten? In manchen Fällen hat es geklappt, in manchen aber auch nicht, dann hieß es eben: neuer Filter, neues Glück. Nach einigen Anläufen hatte jeder eine filtrierte Flüssigkeit mit kleinen Ketten von Bläschen vor sich. Wen hätte es jetzt noch gewundert: diese Bläschen waren die DNA des Bratapfels!
Der folgende Schritt: die DNA an die Angel nehmen. Dies klingt zwar eher nach Angelsportverein und für ein Biologieprojekt unpassend, entsprach aber genau der durchzuführenden Tätigkeit. Mit einem Glasstab angelten die Gruppen die Bläschenketten mit einiger Geduld und einigem Fingerspitzengefühl aus der Flüssigkeit und füllten sie in kleine transportable Plastikbehälter um, damit wir jetzt jedem sagen und zeigen konnten: DNA - hab ich!
Nach der aufwendigen Versuchsreihe servierte uns die Uniküche köstliche Bratäpfel mit Vanillesoße zur Stärkung.
Jeder, der daran interessiert ist und ein wenig Geduld und Fingerspitzengefühl mitbringt, sollte an einem solchen Projekt teilnehmen. In diesem Sinne: Viel Spaß & Guten Appetit!
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